5. Seite

Was gibt das denn ? Bei meinem Besuch in Japan sollte ich auch einmal lernen wie man Sobanudeln zubereitet. Also gut, zuerst muss ich mal eine Schürze umziehen damit ich mir das Mehl nicht überall auf die Kleidung spritze, schlieslich ist es ja eine Heidenarbeit bis man endlich seine eigen hergestellten Nudeln essen kann. Also ich kann euch sagen, sie schmeckten super, aber nicht nur weil ich sie gemacht hatte :-)
Mehl und nochmal Mehl So, jetzt geht es los, als erstes mische ich zwei verschieden Sorten Mehl und etwas Wasser. Die eine Sorte ist Buchweizenmehl und die andere ist ganz normales Mehl. Vom Buchweizenmehl nimmt man 80% und den Rest vom anderen, noch ein Glas Wasser und dann alles gut mischen.
gut umruehren Ich dachte mit genügend Wasser wäre alles kein Problem, aber die Sobameisterin die mir alles zeigte gab mir nur ein kleines Glas Wasser, vielleicht 0,2 Liter, nicht mehr und damit sollte ich den ganzen Teig gut vermischen dass keine Klumpen entstehen.
Naja, nicht ganz einfach bei der geringen Menge Wasser, aber irgend wann hatte ich den Teig so weit dass ich ihn weiter verwenden konnte.
100 mal kneten Als ich den Teig gut vermischt hatte, dachte ich dass ich fertig bin, aber das war falsch. Die Meisterin sagte mir dass man den Teig jetzt 100 mal kneten muss, immer in verschiedene Richtungen. Ob es ganau 100 mal sein muss kann ich nicht sagen, aber unter meiner kleinen Aufsicht musste ich wirklich den Teig 100 mal
ausrollen kneten :-)
Nachdem der Teig einige Zeit ruhen musste konnte ich ihn nun endlich wieder weiterverarbeiten. Auf einen grossen Holzbrett und nur mit Hilfe von Mehl und einen schönen runden Stock sollte ich nun den Teig ausrollen. Je dünner desto besser, also gut immer weiter.
schneiden Immer noch nicht fertig ?
Ne ne, jetzt geht es erst richtig los und nun kommt die genaue Schneidearbeit und immer die grossen scharfen Messer :-)
Bei dieser Arbeit ist es ganz wichtig dass man den Teig in ganz dünne Streifen schneidet, je dünner umso besser werden dann die fertigen Sobanudeln. Das Messer ist doch schon etwas grösser, aber so gross wie es ist so schwer ist es auch und dadurch nicht so einfach dünne
jetzt ab damit ins Wasser Streifen zu schneiden.
Bald sind wir fertig, der Teig ist nun geschnitten und soweit fertig dass man ihn kochen kann. Vorsichtig werden nun die geschnittenen Nudeln in einem grossen Topf in das kochende Wasser gestreut, aber Vorsicht dass sie nicht kaputt gehen :-)
Die Meisterin lobte mich dass ich die Nudeln sehr gut und sehr dünn geschnitten hätte, also gut, dann kann ja nicht mehr schief gehen.
gut umruehren Fast fertig !
Nachdem dass die Nudeln eine kurze Zeit kochten wurden sie mit dem grossen Sieb rausgeholt. Wie gesagt, je dünner die Nudeln geschnitten werden desto schneller sind sie gar gekocht.
abkueheln im Eiswasser Jetzt werden sie im Eiswasser abgekühlt. Ach ja, ich glaube ich habe noch gar nicht gesagt dass man die Sobanudeln kalt isst. Hmmmm, die schmecken so gut. In fast jedem Restaurant kann man die guten Nudeln bestellen für nur 500 bis 1000 Yen, also umgerechnet ca 10 bis 20 DM.
fertig sind die Sobanudeln Na was sagt ihr jetzt ?
Fertig sind die "Weltbesten" selbstgemachen Sobanudeln :-)
Jetzt konnten wir endlich essen. Die kalten bräunlichen Nudeln werden nun in geflochtenen Körbchen serviert, zum Essen werden sie nur in einer brauen Sosse, wie vielleicht Tsuyu, gedippt und natürlich mit Stäbchen gegessen. Ein "geschlürfe" ist das vielleicht, das kann ich euch sagen :-)

zurück
1   2   3   4   5   6   7   8
weiter